English (United Kingdom)Deutsch (DE-CH-AT)
 
Mikrobielle Kommunikation - Forschung
„omics“ des höheren Basidiomyceten Schizophyllum commune | Drucken |
Die Ausbreitung des Weißfäulepilzes Schizophyllum commune (Abb. 1) ist eng an den sexuellen Fortpflanzungszyklus gekoppelt. Daher werden Gene der Kreuzungstyploci erforscht, die einerseits für Transkriptionsfaktoren, andererseits für Pheromone und G-Protein-gekoppelte 7-Transmembrandomänen-Rezeptoren kodieren. Die Rezeptoren sind in der Lage, zwischen mindestens 20 verschiedenen Liganden zu unterscheiden und so die Erkennung von "fremd" gegenüber "selbst" zu kontrollieren. Als Antwort auf die Erkennung des Pheromons eines geeigneten Kreuzungspartners wird nach intrazellulärer, Ras-abhängiger Signalübertragung die Dynein-abhängige Kernwanderung induziert. Neben den Untersuchungen zur sexuellen Vermehrung werden Studien zur Beteiligung von S. commune an der Verwitterung von Gestein durchgeführt. Seit 2009 steht das sequenzierte Genom von S. commune unter www.jgi.doe.gov zur Verfügung.

cg77
Abb. 1: S. commune Fruchtkörper an Rotbuche   

(Prof. Dr. Erika Kothe, Dr. Susann Erdmann, M.Sc. Melanie Brunsch, Dipl. Biol. Elke-Martina Jung, M.Sc. Soumya Madhavan, Dipl. Biol. Daniela Freihorst)
Weiterlesen...
 
Ektomykorrhizapilze - spezifische Genexpression, Vielfalt und Beziehung zur Umwelt | Drucken |
In diesem Bereich werden die Besiedlungsstrategien und Wirtsspezifitäten von Ektomykorrhizapilzen untersucht. Ritterlinge der Gattung Tricholoma sind in der Lage mutualistische Interaktionen mit Bäumen einzugehen (Abb. 1). Mit Fingerprinting-Techniken („arbitrary primed“ RT-PCR) wurden Gene identifiziert, die während des Aufbaus der Symbiose und in symbiontischen Geweben induziert sind.
cg50
Abb. 1: Ektomykorrhiza von Tricholoma vaccinum mit der Fichte: a) axenische Petrischalenkultur, b) mykorrhizierte Kurzwurzel mit c) Hartig‘schem Netz im Dünnschnitt.
Der Einfluss der Mykorrhiza auf das Ökosystem Wald wird auch an schwermetallbelasteten Standorten untersucht, so die Ektomykorrhiza-Biodiversität und das Auftreten verschiedener Explorationstypen in Bezug auf die Umweltbelastung analysiert.

(Prof. Dr. Erika Kothe, Dr. Katrin Krause, Dr. Matthias Gube, Dipl. Troph. Ines Schlunk, Dipl. Biol. Dominik Senftleben, M.Sc. Steffi Formann, Dipl.-Ing. agr. Catarina Henke, M. Sc. Katharina Reiher)

Weiterlesen...
 
Schwermetallresistenzen bei Streptomyceten | Drucken |
Hier werden Streptomyceten untersucht, die von einem schwermetallbelasteten Standort aus Ostthüringen isoliert wurden. Diese ehemalige Uranbergbauregion wird im Zusammenhang mit Fragen der Bio- Geo-Interaktionen mit mehreren anderen Gruppen bearbeitet. Dabei ist die mögliche Mobilisierung von Schwermetallen und Radioisotopen und der Transport der vorgefundenen Elemente in Bodenmikroorganismsn sowie der Einfluss auf die Physiologie und Schwermetallresistenz von Streptomyceten vorrangiger Forschungsschwerpunkt in diesem Bereich. Daraus ergeben sich Ansätze für eine Bioremediation belasteter Flächen. Diese Aufgaben werden gemeinsam mit der Wismut GmbH/WISUTEC in einem durch das BMBF geförderten Programm näher untersucht.

 

jank0885

 

Abb. 1: verschiedene Streptomyces-Stämme



(Prof. Dr. Erika Kothe, Dipl. Biol. Martin Reinicke, M.Sc. Frank Schindler, M.Sc. Annekatrin Voit, M.Sc. Francesca Langella, Dipl. Biol. René Phieler, M.Sc. Aileen Weist, M.Sc. Uwe Lange, M.Sc. Benjamin Funai, M.Sc Jennifer Stoiber-Lipp, M.Sc. Hanka Brangsch, M.Sc. Katja Burow)

Weiterlesen...